30. bis 31. Mai 2017 | Tagung: Monopoly in Afrika? Investionen und nachhaltige Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent

Internationale Konferenz, Heinrich-Boell-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Dienstag, 30.05.2017 19:00 – 21:00
Mittwoch, 31.05.2017 09:00 – 17:00

Im Rahmen der G20 Präsidentschaft steht Afrika 2017 ungewohnt prominent auf der Agenda der Bundesregierung. Der „Marshallplan mit Afrika“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und der „Compact mit Afrika“ des Finanzministeriums versprechen, den Nachbarkontinent bei der Entwicklung von Wachstumspotentialen zu unterstützen. Investitionspolitik steht dabei – neben Migrationsmanagement – im Fokus.


Die deutschen Initiativen folgen der von den G20 und internationalen Finanzorganisationen vertretenen liberalen Doktrin: Afrikanische Staaten sollen einerseits Staatsausgaben drosseln, andererseits sollen Infrastrukturprojekte Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze fördern. Rechts- und Planungssicherheit für Investoren sollen Infrastrukturprojekte attraktiver machen. Dabei stellen bereits viele Investitionsabkommen die Liberalisierung der Investitionsregeln und den Schutz von Anlegerinteressen über Belange des Gemeinwohls.

Welche Investitionsregeln und welche Arten von Investitionen sind wünschenswert? Wo entstehen nachhaltig mehr Arbeitsplätze zu würdevollen Arbeitsbedingungen? Wie steht es um die Kohärenz zwischen Wirtschafts-/Handelspolitiken und Entwicklungspolitik? Welche Ansätze tragen zu einer sozial-ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung bei?

In der internationalen Konferenz werden diese und weitere Fragen mit Ökonom/innen, Akteur/innen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft verschiedener afrikanischer Länder sowie Vertreter/innen aus der deutschen Politik und Wirtschaft diskutiert.

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