04. Dezember 2017 | BERLINER AFRIKAKREIS: Kenia nach den Wahlen 

Zum ersten Mal in Afrika, und erst zum vierten Mal überhaupt auf der Welt, wurde in diesem Jahr die Präsidentschaftswahl in Kenia vom höchsten Gericht annulliert. Anfang August hatte der seit 2013 amtierende Uhuru Kenyatta die Präsidentschaftswahl gewonnen. Der Oppositionsführer Raila Odinga warf ihm allerdings Wahlbetrug vor und klagte vor Gericht. Nach der annullierten Präsidentschaftswahl fand eine Neuwahl im Oktober statt. Der Oppositionsführer boykottierte die erneute Wahl, es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Der amtierende Präsident wurde so mit fast 100% der Stimmen wiedergewählt, bei einer niedrigen Wahlbeteiligung von ca. 40%. Die Wahlkommission wurde von der Opposition als korrupt bezeichnet.

In der Veranstaltung wird über die Geschehnisse in der ersten und zweiten Präsidentschaftswahl und über die verschiedenen Dynamiken gesprochen: die Verfassung, die 2010 eingeführt wurde; die Digitalisierung der Wahlen; die Wahlkommission.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Datum/Zeit: 04.12.2017 / 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Ort: Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referenten:

  • Dr. John Njenga Karugia Goethe-Universität Frankfurt
  • Elisabeth Bollrich Friedrich-Ebert-Stiftung

Moderation:

Andreas Baumert Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V.

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