Speakers Tour | Betroffene aus Uranbergbauländern des 'globalen Südens'

In diesem Frühjahr / Frühsommer gibt es zwei Gelegenheiten, Betroffene aus Uranbergbauländern des 'globalen Südens', aus Afrika, hier in Dtld. zu hören, einzuladen, Veranstaltungen zu machen und aus 1. Hand über die Folgen des Uranbergbaus zu hören - und etwas zu tun.

Immerhin beziehen deutsche AKW-Betreiber einen großen Teil des in hiesigen AKWs verbrauchten Urans von AREVA - und die wiederum gewinnt einen großen Teil des Urans in Niger.

Zwischen der Regierung von Niger und AREVA sind seit Jahreswechsel harte Verhandllungen im Gange, AREVA stlelte vorübergehend sogar die Uranproduktion ein; die Regierung und die Menschen in Niger wollen stärker vom Uranbergbau profitieren - bisher ist Niger trotz rd. 40-jährigen Uranbergbaus immer noch eines der allerärmsten Länder der Welt - was die Bevölkerung angeht.

AREVA ist auch Teileigentümer der umstrittenen UAA - Urananreicherungsanlage in Gronau - dort wird trotz sog. "Atom-Ausstieg" weiterhin für alle Welt Uran angereichert und in Lingen werden daraus Brennstäbe produziert ... 

Doch wie sieht es dort aus, wo das Uran herkommt ??

Anthony Lyamunda lebt in Tanzania, in einer Region, in der nach Uran exploriert wrid - schon dadurch sind erhebliche Beeinträchtigungen zu verzeichnen. Eine der Hauptfragen: Wer hat das Verfügungsrecht über das LAND - die Menschen, die dort leben - oder die Regierung - die Explorationslzenzen an ausländische Unternehmen vergeben hat? Es gibt bereits Konflikte ...

Sollte der Uranbergbau tatsächlich durchgesetzt werden, würden viele Menschen in Zentral-Tanzania ihre Existenzgrundlage verlieren.

In Süd-Tanzania soll Uran im Selous Game Reserve, einer World Heritage site, abgebaut werden - das World Heritage Committee hat dafür in einer umstrittenen Entscheidung EXTRA ein Stück Land aus dem Schutzgebiet ausgegliedert ...
Die ganze Region - inclusive des sog. Niassa-Selous-Wildlife-Protection Korridiors soll zu einem "Energie-Distrikt" umfunktioniert werden - wenn es nach dem Willen diverser Uternehmen geht.
  
ZEIT: April und bis Mitte Mai 2014
KOORDINATION: Martin Kurz, martinkurz1[at]gmx.de
(mit cc an Günter Wippel - siehe unten)

Almoustapaha Alhacen wird über die Situation in Niger berichten.
Noch immer ist kein neuer Vertrag zwischen AREVA und der Regierung von Niger zustande gekomen; Frankreich hingegen verstärkt seine Militär-Präsenz in Niger - mit drei neuen Kasernen.
Regeirung und Bevölkerung drängen auf bessere wirtschaftliche Beteiligung am Uranbergbau - für uns als AntiAtomAktivisten eine schwierige Situation, denn wir würden die Uranbergwerke am liebsten geschlossen sehen; allerdings hängen auch tausende von Einwohnern der Städte Arlt und Akokan direkt oder indirekt vom Uranbergbau ab - ihre Zukunft stünde dann ebenfalls auf dem Spiel.

Ganz entscheidend ist es jedoch, AREVA für die verursachten Umwelt- und Gesundheitsschäden an Bergarbeitern und Bevölkerung in die Verantwortung zu nehmen.

ZEIT: 20. - 27. Juni 2014
KOORDINATION: Günter Wippel: gunterwippel[at]aol.com
(mit cc an Martin Kurz - siehe oben)


Detaiillierte Infos sind ebenfalls auf unsere website zu finden: 
www.uranium-network.org --> "Mining Worldwide" --> "Africa" --> Land
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Für Rückfragen, weitere Infos etc. sind wir (fast) jederzeit erreichbar.


Uran ist der Brennstoff der Atomindindustrie - "STOP IT AT THE SOURCE !"


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