Aufruf zur Aktion „Fast Fashion ist untragbar“

3. Juli 2014 ab 9:30 Uhr

Billigmodekette Primark eröffnet am 3. Juli Filiale am Alexanderplatz

Der Berliner Entwicklungspolitische Ratschlag und seine 109 Mitgliedsorganisationen rufen dazu auf, sich am Donnerstag, den 3. Juli, an der Aktion „Fast Fashion ist untragbar!“ vom INKOTA-netzwerk und der Kampagne für Saubere Kleidung, zu beteiligen.

Der irische Textildiscounter Primark wird an diesem Donnerstag eine neue Filiale am Alex­anderplatz eröffnen. In Berlin ist es die zweite Eröffnung einer Primark-Filiale.

Primark lässt seine Billigmode auf Kosten der Arbeiter/innen in Asien produzieren: Im April 2013 stützte in Bangladesch die Rhana-Plaza-Fabrik ein und über 1.130 Menschen verloren ihr Leben. Vergangene Woche war das Unternehmen erneut in die Kritik geraten, weil eingenähte Hilferufe in Kleidungsstücken gefunden wurden.

Am Donnerstag, den 3. Juli werden ab 9:30 Uhr zahlreiche und kreative Proteste vor der neuen Filiale stattfinden. „In Berlin wächst das Bewusstsein, dass unser Lebensstandard nur aufgrund der Lebens- und Arbeitsverhältnisse in den Ländern des Globalen Südens aufrecht zu erhalten ist. Unsere Kritik und Proteste werden auch nach der Eröffnung der Filiale weiter gehen“, so Julia Otten, Eine Welt-Promotorin bei Germanwatch.

Das Geschäftsmodell von Primark ist darauf ausgelegt, mit Billigpreisen und kurzen Modezyklen immer mehr Kleidung zu verkaufen. Dieses Geschäft funktioniert nur auf Kosten der Näher/innen, für die massive Überstunden, Arbeitsrechtsverletzungen und die Unterdrückung der Gewerkschaften Alltag sind. Primark setzt mit seinen Billigpreisen auf immer mehr Konsum und Wegwerfmentalität. 

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