Starke Diskrepanz zwischen Lebenserwartung in Afrika und Europa

Die aktuellen Daten der World Health Statistics der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen, dass die Lebenserwartung nirgendwo höher ist als in Europa. Außerdem stieg die weltweite Lebenserwartung, außer in Afrika.

Dennoch verzeichnet auch Afrika bei der Lebenserwartung Fortschritte. Der Vergleich zu Europa aber offenbart, dass viele Menschen dort noch unter schlechten Bedingungen leben. Ganze 18 Jahre früher als eine Europäerin – im Alter von nur 63 Jahren – stirbt eine Frau in Afrika durchschnittlich. Afrikanische Männer werden im Schnitt 59 Jahre alt.

Der WHO-Bericht zeigt eine Vielzahl an Mängeln bezüglich der Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern auf. Besondere Herausforderungen bestehen in den Bereichen Mütter- und Kindergesundheit, vernachlässigte Armutskrankheiten sowie bei Infektionskrankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose.

Der WHO-Bericht zeigt aber auch, dass in vielen Ländern die nötigen Basisdaten fehlen, um die Lebenserwartung verlässlich zu errechnen. "Laut Schätzungen werden 53 Prozent der Todesfälle weltweit und jährlich amtlich nicht registriert. Die Fortschritte dazu sind in den Entwicklungsländern relativ gering", schreiben die Autoren. Geburten- und Kindersterblichkeit, Mortalität und Krankheitshäufigkeit müssten in jedem Staat ausreichend dokumentiert werden, um sinnvolle Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Quellen: WHOEurActiv.de, Stiftung Weltbevölkerung