Zahl der DiabetikerInnen in Tansania und vielen Entwicklungsländern steigt

In Entwicklungsländern leiden viele Menschen an Diabetes, was meistens auf gravierende Mängel im Gesundheitssystem zurückzuführen ist. Jedes Jahr sterben in Entwicklungsländern rund 1,2 Millionen Menschen an Diabetes und die Tendenz ist steigend. Das sind etwa 80 Prozent aller Diabetes-Todesopfer weltweit. In Tansania sind derzeit etwa drei Prozent der Bevölkerung auf dem Land und sechs Prozent der städtischen Bevölkerung an Diabetes erkrankt.

"Die Vielzahl der Diabetes-Todesopfer in Entwicklungsländern wirft ein Schlaglicht auf ein zentrales Problem der Entwicklungsfinanzierung: Es wird zu wenig in die Gesundheitssysteme armer Länder investiert", sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung.

"Von der mangelnden Versorgung sind zudem mehr als eine Milliarde Menschen betroffen, die an armutsbedingten Krankheiten leiden. Zahllose Menschenleben könnten gerettet werden, wenn ausreichendes, qualifiziertes medizinisches Personal und lebenswichtige Medikamente verfügbar wären. Außerdem muss es allen Menschen ermöglicht werden, bezahlbare und wirksame Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen."

Quellen: epo.de und Stiftung Weltbevölkerung