AGENDA 2030 | Bundesregierung verabschiedet deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Das Bundeskabinett hat Anfang Januar die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Unter dem Motto "EineWelt - unsere Verantwortung" möchte Deutschland damit ein starkes Signal für die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung setzen.
Nichtstaatliche Organisationen wie etwa die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch werten das Papier als grundsätzlich positiv, weisen aber auch auf Schwachstellen hin: "Wir sehen gute Signale und verbesserte Prozesse rund um die Nachhaltigkeitsstrategie, aber auch Defizite", sagte Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch und der Stiftung Zukunftsfähigkeit. "Positiv ist, dass sich die Struktur nun klar an den 17 Hauptzielen der Agenda 2030 orientiert. Im Jahr der deutschen G20-Präsidentschaft wird so auch international signalisiert, dass sich Deutschland unter Nachhaltigkeitskriterien tatsächlich als Entwicklungsland mit eigenen Zielen und Korrekturen versteht. Allerdings klafft zwischen diesem Anspruch und der konsequenten Umsetzung der Ziele eine gewaltige Lücke. Der Kohleausstieg in Deutschland wird zwar angesprochen, aber ohne ein klares Datum. Die notwendige Wende zu Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und Verkehr fehlt sogar völlig."

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