Wilbert Mahundi aus Tansania zu Gast auf dem Filmfestival »anthropoSCENE: Film and Climate Justice in Asia and Africa«

23.9.17 | ab 17:00 Uhr | Kino Moviemento | https://www.moviemento.de/ | Kottbusser Damm 22 – Berlin-Kreuzberg

Flutkatastrophen, Wirbelstürme, Tornados, endlose Dürreperioden: Die Folgen des Klimawandels treffen häufig die Länder am schwersten, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben. Dennoch werden Stimmen aus diesen Ländern in Debatten über den Klimawandel und in der internationalen Berichterstattung zu „Natur“-katastrophen oft nicht berücksichtigt. Mit dem Filmfestival anthropoSCENE: Film and Climate Justice in Asia and Africa werden Filme gezeigt, in denen diese Stimmen zu Wort kommen.

Nach diversen Vorführungen wird es die Möglichkeit geben, mit den Filmemacher*innen zu diskutieren. Am Samstag, 23.09.2017, wird nach dem Film „Legacy Warnings“ der tansanische Anti-Uran-Aktivist Wilbert Mahundi für Fragen und Antworten zur Verfügung steht. Wilbert kämpft als Mitglied der Tanzania Uranium Awareness Mission (TUAM) gegen das geplante Mkuju River-Projekt in Südtansania. Ab Ende 2016 saß er für mehrere Monate in Malawi im Gefängnis, als er und andere Aktivsten
eine alte Uranmine ansehen wollten.

AnthropoSCENE eröffnet damit einem interessierten Publikum die seltene Gelegenheit, sich mit dem wohl dringendsten Problem unserer Zeit aus der Perspektive afrikanischer und asiatischer Länder auseinanderzusetzen. Das Filmfestival ist wird gemeinsam von dem Zentrum Moderner Orient (ZMO), der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) und dem moviemento organisiert.