Initiativen

Bundesweit haben sich zahlreiche Initiativen organisiert, die die koloniale Vergangenheit Deutschlands kritisch aufarbeiten. Zu ihnen gehören auch Bündnisse, die die Kommentierung und/oder Umbenennung von Straßennamen mit kolonialistischen Bezügen fordern. Ein umfangreiches Dossier zu kolonialistischen Straßennamen wurde in Berlin - und diese Namen finden sich bundesweit in zahlreichen Orten - erstellt. Im folgenden ist eine Auswahl von Initiativen ausgewählt worden:

Berlin postkolonial e.V.
Verein, der sich für eine antirassistische und kolonialismuskritische Kultur der Erinnerung in Berlin-Brandenburg engagiert.

hamburg postkolonial
Programm der AG "hamburg postkolonial" des Eine Welt Netzwerks (EWNW) zur reichen regionalen Kolonialgeschichte: Stadtführungen, Hafenrundfahrten, Lesungen, etc.

Afrika-Hamburg.de
Umfangreiche Seite der Bildenden Künstlerin Jokinen über ihre aktuellen Projekte zu Hamburgs kolonialer Vergangenheit.

CulturCooperation e.V.
Aktive Hamburger NGO, die zu postkolonialen Themen - speziell auch zur Rückgabe geraubter Kulturgüter - arbeitet und informiert.

DerElefant! e.V. Bremen
Vielfalt zeigen, Kreativität wecken und Toleranz leben! Der Bremer Elefant soll vom Staub der Geschichte und vom Unrat des Alltags befreit werden.

"Koloniale Spuren in Hannover"
Uni-Projekt von 2004 zur Kolonialgeschichte Hannovers.

Bielefeld Postkolonial
Arbeitskreis im Welthaus Bielefeld.

Köln Postkolonial "Kopfwelten"
"Lokalhistorisches Projekt der Erinnerungsarbeit" zum Kolonialismus in Köln von Kopfwelten e.V. an der Afrikanistik der Uni Köln.

freiburg-postkolonial.de
Besonders aktuelle und umfangreiche Seite zur Kolonialvergangenheit Freiburgs und Gesamtdeutschlands.

Die Grünen, München
Seite des Fraktionsvorsitzenden mit Informationen zur Umbenennung der "Von-Trotha-Straße" in "Hererostraße" und zum Münchener Kolonialviertel.

 

Deutsche Missionswerke bekennen koloniale Schuld

Erklärung an tansanische Kirchen überreicht

Anlässlich des Maji-Maji-Krieges vor 100 Jahren haben sechs deutsche Missionswerke, darunter das bayerische Centrum Mission EineWelt, ein Schuldbekenntnis abgelegt. Eine entsprechende Erklärung wurde bei der jährlichen Vollversammlung der 20 tansanischen Diözesen mit ihren Überseepartnern im tansanischen Lushoto an den Leitenden Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), Alex Malasusa, übergeben. "Wir sind uns unserer historisch-kolonialen Verantwortung bewusst", unterstrich Dr. Hermann Vorländer, Direktor von Mission EineWelt. Im Jahr 1907 wurde der Aufstand tansanischer Völker gegen die deutsche Vorherrschaft in der damaligen Kolonie, dem heutigen Tansania, brutal niedergeschlagen. Historikern zufolge sollen mehr als 100.000 Menschen im Krieg oder an seinen Folgen umgekommen sein.

Texte zum Thema finden Sie hier: