Forderungen

Religionsvertreter empfahlen, auch die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl jeweils in den einzelnen Wahllokalen bekanntzugeben (wie die der Distrikts- und Parlamentswahl), um Manipulationen vorzubeugen. Dies wurde von der Wahlkommission zugesagt.

Die Lutherische Kirche (ELCT) kritisierte, dass die Wahlkommission Unregelmäßigkeiten bei der Kandidatenauswahl mehrerer Parteien nicht rügte. Sie forderte, dass die Wahlergebnisse in jedem Wahllokal in transparenter Weise ausgezählt und ausgehängt werden. Die Ordnungskräfte dürften weder unverhältnismäßige Gewalt anwenden, noch einzelne Parteien bevorzugen. Ähnlich äußerte sich die Moravische Kirche (Ostprovinz).

Der Bund der Behinderten-Organisationen (www.shivyawata.or.tz) verlangte, dass Wahlunterlagen in Blindenschrift und Gebärdendolmetscher in Wahlkreisen mit entsprechend Behinderten zur Verfügung stehen.

Das „Programm für Geschlechterfragen“ (www.tgnp.org) veröffentlichte zusammen mit weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen ein Wählerinnen-Manifest. Es fordert dazu auf, Kandidatinnen besonders zu berücksichtigen und nur Parteien zu wählen, die ausdrücklich für die Anliegen von Frauen eintreten, besonders für eine verbesserte Wasserversorgung. Die Wahlkommission müsse sicherstellen, dass alle Parteien Frauen und Männer gleich behandeln. Keine Partei hat bisher 30% Frauen aufgestellt. Bei der Wahl 2010 hatte die CCM 10%,  Chadema 14%, CUF 8%, NCCR 22% Kandidatinnen nominiert. Die einzige Präsidentschaftskandidatin 2015 ist Anna Mghwira von der ACT-Wazalendo.