Wahlbeobachtungen

Das Außenministerium erwartet etwa 600 Wahlbeobachter aus den USA, der EU (120 Personen), Großbritannien und der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SA DC), sowie der Afrikanischen Union (AU). Die UN unterstützen die tansanischen Wahlen mit TZS 265 Milliarden.

Eine Koalition von Menschenrechtsorganisationen (CEMOT) hat etwa 10.000 Beobachter geschult, die den korrekten Ablauf der Wahl überwachen sollen. Die CHADEMA beschuldigte die CCM, 2 Millionen Blanco-Wählerkarten fabriziert zu haben, um damit das Wahlergebnis zu beeinflussen. Sympathisanten kauften registrierten Wählern ihre Daten ab, um sie dann auf die Blancokarten zu übertragen. Die Wahlkommission versprach, den Vorwurf zu überprüfen, sobald eine offizielle Beschwerde eingereicht sei. Alt-Premier F. Sumaye warnte registrierte Wähler davor, ihre Identifikationskarte zu verkaufen. 

Eine Telefonumfrage von „Twaweza“ Mitte September ergab: 65% sprachen sich für Magufuli (CCM) aus, 25% für Lowassa (Bündnis Ukawa). Magufuli wird von Frauen und der Landbevölkerung bevorzugt, Lowassa von Männern und städtischer Bevölkerung. Twaweza wies darauf hin, dass auf den Wahlzetteln nur die Parteien, nicht der Name des Ukawa-Bündnisses erscheinen werde, was 49% erwarten. Dies könne uninformierte Wähler irritieren. Die Umfrage ergab auch, dass derzeit Gesundheitsdienste, Bildungswesen und Wasserversorgung die größten Sorgen bereiteten, während in den Vorjahren Wirtschaftslage und Erwerbslosigkeit im Mittelpunkt des Wähler-Interesses standen. 

(Citizen 10.,18.09.15; G 24.08.; 03.,11.09.15; MwanaHalisi 22.09.15)